Blendschutz am Bildschirmarbeitsplatz mit Tageslichtrollos

Wer blendfrei arbeitet, macht weniger Fehler und schont seine Augen. Das Arbeiten am Computer ist in der EU- Richtlinie für Bildschirmarbeitsplätze geregelt.

Um den Einfluss von Blendeffekten zu verstehen, müssen wir das Verhalten des Auges näher betrachten. Helle Fensterflächen ohne Blendschutzrollos stellen die wichtigste Quelle für Blendeffekte am PC-Arbeitsplatz dar.


Abschwächung der Blendwirkung mit Hilfe von TextilScreens- am Fenster

Eine Blendschutzjalousie, in Form eines Blendschutzes als Rollo, Plissee, Faltstore, Innenjalousie, Lamelle, Lamellenvorhang, Vertikal-Jalousie, Vertikaljalousie, Markise, Außenrollo oder als Fassadenmarkise, ermöglicht die Verringerung der Leuchtdichte der Fensterfläche. Die Leuchtdichte kann auf unter 500 cd/m2 verringert werden. Dieser Wert ruft keine Sehstörungen mehr beim Benutzer des Computer - Bildschirmes aus. Die "Helligkeit" einer Oberfläche ist messbar. Sie wird als Leuchtdichte bezeichnet, und in Candela/m2 ausgedrückt..Unsere Pupille reagiert auf die im Zentrum des Gesichtsfelds herrschende Leuchtdichte der blendenden Sonne im Büro oder in der Werkhalle. Der scharfe Bereich des Gesichtsfelds hat einen Öffnungswinkel von ungefähr 1°. Bei Arbeiten am Bildschirm wird jedoch ein wesentlich grösserer Bereich von ungefähr 15° überstrichen.


Reflexionen auf dem Bildschirm ohne Lichtschutz am Fenster

In der Praxis muss man also davon ausgehen, dass zur Verringerung der Blendwirkung Sonnenschutzanlagen, wie Fassadenmarkisen oder Hitzeschutzrollos oder Raffstore bzw. Außenjalousien, notwendig sind, die die Leuchtdichte der Fensterflächen unter 500 cd/m2 halten können. Die durch Lichtreflexe auf dem Bildschirm bewirkten Störungen jedoch werden durch andere Mechanismen verursacht. Es handelt sich nicht mehr um das Verhalten des Auges, sondern um einen Verlust der Lesbarkeit der Information durch die Anwesenheit des Lichtreflexes auf dem PC- Bildschirm. Dieser Lichtreflex wirkt sich in Form eines Bildes mit einer höheren (oder annähernd gleichen) Leuchtdichte wie die der Information auf dem Bildschirm aus (von 50 bis 120 cd/m2), wodurch die Zeichen auf dem Bildschirm nicht mehr lesbar sind. Auch wenn Computerbildschirme ohne Blendschutzrollo keinen sehr hohen Reflexionsgrad haben, können alle Lichtquellen, deren Leuchtdichte 500 cd/m2 übersteigen als störend bei der Arbeit am Bildschirm ohne Blendschutzplissee angesehen werden. Ein Screen- Gewebe mit einem Transmissionsgrad von etwa 5 bis 10 % kann Lichtreflexe, die von der Helligkeit der Fensterfläche verursacht werden, und damit auch die Behinderung der Lesbarkeit auf dem Bildschirm ohne Blendschutz, vollkommen beseitigen.


Rollo- Tages- Lichttechnik:

Die Beleuchtungsstärke (Lux) definiert den Lichtstrom, der auf eine gegebene Fläche auftrifft: z. B. 400 lx auf einem Schreibtisch.

Der Einsatz eines ScreenGewebes hat dagegen keinen Einfluss auf die Farben, da die Durchsicht durch den ÖF- Öffnungsfaktor 3%. 5% oder 10% beim Weben geschaffene Öffnungen erfolgt. Aufgrund seiner Struktur ist die Schutzwirkung des Textilen Screens umso grösser je höher die Sonne im Zenith steht. Sonnenstand in Bezug auf ein nach Westen orientiertes Fenster. Die Sonne steht oft tief am Horizont und das Licht im oberen Bereich kann sehr tief in den Raum eindringen. Die Wahrscheinlichkeit, eine Beleuchtungsstärke von 20 klx zwischen 8 und 18 Uhr im Freien vorzufinden, liegt in Europa zwischen 40 und 70 %.

SOLARMATICS BLENDSCHUTZROLLOS und Blendschutz- Lamellen Der obere Bereich ist durchlässiger, reduziert aber trotzdem die Leuchtdichte des Himmels.

Der Übergang zwischen den beiden Bereichen des Gewebes ist klar abgegrenzt.

Die Beseitigung der störenden Lichtreflexe auf den Computerbildschirmen verlangt eine sehr starke Dämpfung des in den Raum eindringenden Lichts. Dieser zusätzliche Beleuchtungseffekt ist umso stärker, je heller die Wände des Raums sind. Bei sehr hellem, aber bedecktem Himmel, wie dies im Sommer oft anzutreffen ist (Beleuchtungs-stärke von 10 000 cd/m² oder mehr), muss die Screenanlage ganz ausgefahren werden. Weisse Sonnenschutz- Gewebe werden nicht in der Ausführung Blendschutz angeboten, da sie die Helligkeit der Fensterflächen nicht soweit dämpfen, um einen zufrieden-stellenden Komfort zu garantieren. Sie werden aber dann eingesetzt, wenn es darum geht, störende Sicht von aussen zu verhindern oder in weniger sonnigen Klimazonen.

Messungen wurden am 28. Mai um 10 Uhr bei SOLARMATIC® durchgeführt.

Prinzip: Im Vergleich mit Textilen Screen- Behängen mit durchgehend gleichförmigen Öffnungen, bietet Screen+ denselben Blend- und Reflexschutz. Der in den Raum einfallende Lichtstrom dagegen ist höher. Damit wird in den nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzten Bereichen die Beleuchtungsstärke mehr als verdoppelt, wenn die Sonne tief am Horizont steht.

Die für Screen+ eingesetzten Gewebe bieten einen Sonnenschutz, der umso ausgeprägter ist, je höher die Sonne überm Horizont steht. So ändert sich der Transmissionsgrad für die Sonneneinstrahlung in einem Verhältnis von 3 zu 1 oder sogar von 5 zu 1, wenn sich die Sonnenhöhe von 20° auf 60° ändert. Dieses Verhalten ist ganz besonders für Arbeitsplätze innerhalb einer Entfernung vom Fenster von weniger als 2 m interessant.

Es ist zu beachten, dass die Werte des Transmissionsgrads in Abhängigkeit vom Einfallswinkel leicht niedriger liegen, als die globalen Werte, da hier nur das beim vorgegebenen Einfallswinkel durchgelassene Licht berücksichtigt wird, nicht jedoch das durch die Fasern des Gewebes verursachte Streulicht.

Obwohl Screen+ mehr Licht eindringen lässt als ScreenGewebe mit gleichförmigen Öffnungen, lässt sich keine besondere Erwärmung der Fenster ohne Hitzeschutzrollos oder Fassadenmarkisen feststellen. Dies ist auf die verstärkte natürliche Luftzirkulation zurückzuführen, die die Wärme nach außen abführt. Die von den Fenstern herrührende langwellige Strahlung bewirkt also keine Erhöhung des Sonnenfaktors. Die erhöhte Lichtdurchlässigkeit im oberen Bereich der Tageslichtrollos bietet neue Möglichkeiten der Raumausleuchtung. Der Benutzer kann das Verhältnis der einfallenden Lichtmenge im oberen und unteren Bereich durch Hochfahren des Gewebes um wenige Zentimeter in grossem Maße beeinflussen. Damit kann zusätzliches Licht an den Arbeitsplatz gebracht und genau dosiert werden.

Eine Änderung der Gewebeposition in einem Bereich von etwa 40 cm ermöglicht vielfältige Variationsmöglichkeiten.

ScreenGewebe stören nicht die Sicht nach draussen. Die Sicht vom Arbeitsplatz nach draussen wird weder in horizontaler noch in vertikaler Richtung beeinflusst. Es sind keine störende Streifen sichtbar, im Gegensatz zu horzontalen Alu-Jalousien. Der obere Bereich von Blendschutz- Screens mit seiner höheren Transparenz ist bei hellem Himmel besonders wirkungsvoll. Dies verstärkt gegenüber einem klassischen einfachen Screen den Eindruck der Transparenz bei gleicher Wirksamkeit in Bezug auf Lichtreflexe und Blendwirkung am Bildschirm- Arbeitsplatz. Die Arbeitsgruppe "Licht und elektromagnetische Strahlungen" führt im Rahmen dieser Hochschule Studien über die Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz bei künstlichem Licht und bei Tageslicht durch. Es werden sowohl Feldversuche als auch Untersuchungen in Versuchsräumen, in denen die Beleuchtung nach Belieben verändert werden kann, durchgeführt. Sie zielen darauf ab, die optimalen Sichtbedingungen in Abhängigkeit von der auszuführenden Arbeit, der Tages- und Jahreszeit, der Temperatur, der Farbe des Lichts usw. herauszufinden. Zusätzlich wird an der Auslegung der Fensterflächen und der Verdunkelungsanlagen, wie Rollos, Lamellen und Jalousien gearbeitet. Es werden Untersuchungen für die Beleuchtung mit natürlichem Tageslicht in der Architektur durchgeführt.